LPG Lexikon

Gasmagnetventil
Das Gasmagnetspulenventil ist ein elektromagnetisches Gerät, das den Gasfluss öffnet oder unterbricht. Flüssiggas, in seinem flüssigen Zustand vom Tank kommend, fließt erst in die Absetzbeckenkammer, die sich im Behälter befindet. Die Flüssigkeit gelangt von hier in die Kammer durch den Filter und mittels eines Kanals in das Oberteil des Magnetspulenventils, wo sich der Elektromagnet befindet, der die Auslassöffnung steuert:
  • das Ventil ist geschlossen, wenn die Magnetspule deaktiviert ist (keine Spannung)
  • das Ventil ist geöffnet und der Gasfluss erfolgt, wenn die Magnetspule aktiviert ist (d.h. die Spannung entsteht)
Wenn die Zündung nicht eingeschaltet ist oder das Umschaltgerät im Benzinbetrieb steht, ist die Spule deaktiviert und das Ventil wird nicht angesteuert, so dass die Feder die Auslassöffnung schließt. Ist der Stromkreis hergestellt (Zündung "EIN") und das Umschaltgerät im Gasbetrieb steht, entsteht ein elektromagnetisches Feld, dessen Kraft das Ventil öffnet, so dass das Flüssiggas zum Druckminderer gelangen kann.


Sicherheitsklappe
Die Sicherheitsklappe schützt vor:
  • Luftkanal Beschädigungen
  • Luft-Filter-Gehäuse Beschädigungen,
die durch den eventuellen Rückschlag-Effekt (Backfire) verursacht werden können. Die Sicherheitsklappe ist entweder in dem Luftkanal (zwischen Drosselklappe und Luft-Filter-Gehäuse) oder in Luft-Filter-Gehäuse platziert. Während des Rückschlags in dem Ansaugkrümmer - steigt der Druck, der ausgedehnt sein muss. Die Druckminderung erfolgt durch Undichtung des Luftkanals, dank der speziellen Konstruktion der Sicherheitsklappe. Nach der Reduzierung des überflüssigen Drucks kommt die Sicherheitsklappe automatisch auf die Ausgangsposition zurück.


Aktuator (Schrittmotor)
Der Aktuator (AKT) ist ein exekutives Element des Steuergeräts, dessen Aufgabe ist, die Steuerung der durch Gas-Luft Mischer angesaugten Treibstoffsmenge, sodass stöchiometrisches Gas-Luft-Verhältnis eingehalten wird (Lambdakoeffizient = 1).
Falls die Mischung, die im Zylinder verbrannt wird, zu reich ist, reduziert der Schrittmotor den Gaszufuhr durch Verminderung des Durchflussdurchschnitts und umgekehrt. Der Gasdurchflussregler besteht aus einem Gestell, das mit Flüssiggasleitungen verbunden ist und aus einem Schrittmotor, der anhand vom Steuergerät abgelesenen Signale gesteuert wird. Anhand der Daten, die von Lambdasonde kommen, analysiert das System den aktuellen Stand und generiert die Gasdurchflussregler-Steuerung.
Der Schrittmotor kann eine beliebige Position in der Abteilung von 0 (voll geschlossen) bis 250 Schritte (voll geöffnet) annehmen. (Die Ausgangsposition des Aktuators wird als APA bezeichnet).


Einfüllstutzen
Der Einfüllstutzen, der fest mit der Außenseite der Karosserie verbunden ist, dient zur Nachfüllung von Flüssiggas. Es ist ein einseitiges Kugelventil. Das Befüllen von Fahrzeugen findet in einem geschlossenen Kreislauf statt, d.h. es gelangt keine Emission vom Gas in die Atmosphäre, wenn die Pistole auf dem Einfüllstutzen fest verschraubt ist. Nach dem Abschalten des Zapfventils die Absperrkugel (Rückschlagventil), die sich im Einfüllstutzen befindet, sperrt vom Tank rückfließender Kraftstoff ab. Der Einfüllstutzen muss gegen Verdrehung und Demontage gesichert sowie gegen Schmutz und Wasser geschützt werden. Dazu dient eine spezielle Plastik Verschlussklappe, die mit dem Einfüllstutzen fest verbunden ist.

Hier sind die einzelnen Schritte beim Autogastanken:
  • Die Verschlusskappe abnehmen.
  • Das Zapfventil anschließen und den Handhebel einrasten.
  • Den Druckknopf an der Zapfsäule während des ganzen Tankvorgangs drücken.
  • Den Handhebel lösen, das Zapfventil entkuppeln und einhängen.
  • Die Verschlusskappe aufsetzen.
Die Flüssiggas - Tankanschlüsse sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Um mit dem Fahrzeug in den einzelnen Ländern tanken zu können, gibt es unterschiedliche Tank - Adapter, die einfach vor dem Tanken am Einfüllstutzen aufgeschraubt werden.


Flüssiggasbehälter
Der Flüssiggastank ist ein Behälter, der für die Speicherung von Flüssiggas verwendet wird. Für Autogasfahrzeuge werden spezielle Autogastanks verwendet, die mit entsprechenden Absperr- und Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet sind. Die Autogastanks bestehen aus hochqualitativem Stahl. Jeder Autogastank ist mit einer Platte versehen, auf welcher der Hersteller, das Herstellungs- und Testdatum, die effektive Kapazität und die Füllkapazität sowie die Seriennummer vermerkt sind.
Jeder Autogastank bekommt auch ein Prüfungszertifikat, welches 10 Jahre gültig ist und immer bis Ablauf der Gültigkeit mitgeführt werden muss.
Alle unsere Tanks entsprechen den EU-Richtlinien ECE-R67-01.
Es gibt drei Arten von Flüssiggastanks: die Zylindertanks, die Reserveradtanks und die Unterflurtanks.

Die Zylindertanks können im Kofferraum montiert werden und platzsparende Autogastanks in Reifenform (Reserveradtanks) können entweder in der Reserveradmulde oder am Fahrzeugunterboden montiert werden. Das Betanken von Flüssiggasfahrzeugen ist durch einen automatischen Füllstop genauso einfach und problemlos wie bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen.

Wichtig: Die Autogastanks können bis max. 80% ihres Gesamtvolumens befüllt werden. Diese 80% Grenze heißt, dass der Tank sicher ist, auch wenn die Temperaturen steigen. Beispiel: Wenn die Kapazität des Autogastanks 60 Liter beträgt, sollte er mit 48 Liter befüllt werden.

Firma Elpigas bietet Ihnen Autogastanks in verschiedenen Längen und Durchmessern für verschiedene Autotypen. Die Literkapazität verändert sich mit den Abmessungen.


Druckminderer (Verdampfer)
Der Druckminderer wandelt das Flüssiggas in einen gasförmigen Zustand. Es ist ein Behälter, der in Kammern mit einer spezial Membran geteilt ist. Die Druckreduzierung findet in der ersten Kammer statt, welche eine beträchtliche Temperatursenkung des Flüssiggases mit sich bringt. Die notwendige Wärme für den gasförmigen Zustand wird durch heißes Wasser vom Motorkühlsystem bereitgestellt, welches im Verdampfer zirkuliert. Auf dem Druckminderer ist ein Gas-Magnetventil befestigt, welches bei der fehlenden Spannung (das Umschaltgerät befindet sich in der "BENZIN" Position oder die Zündung ist angeschaltet) den Flüssiggaszuleitungskanal schließt.
Flüssiges Gas fließt unter Druck vom Tank über das Magnetventil durch das Einlaufrohr und tritt in die erste Druckminderungskammer ein; der Druck ist hier ungefähr reduziert auf 0.45-0.65 bar (je nach Typ des Verdampfers). Diese Druckherabsetzung wird erreicht, wenn man den Druck ausnutzt, der vom Gas auf die Membran aufgewandt wird, die mit dem Hebel verbunden ist, der die Einfüllöffnung schließt. Wenn der Druck innerhalb der Kammer die vorgegebene Stufe überschreitet, wirkt die Membran dem Überdruck durch die Feder über den beweglichen Hebel auf das Überprüfungsventli und der Öffnung entgegen. Um eine richtiges Verdampfen des Gases zu erreichen, wird das Wasser vom Motorkühlsystem, welches die Kammer vollständig umgibt, in Umlauf gesetzt.
Durch die Öffnung passierendes flüssiges Gas erreicht die zweite Regelkammer, die vom Ventil geregelt wird. Diese Kammer ist mittels einer Gasleitung D17x24 mit dem Gas-Luft Mischer vor dem Drosselventil verbunden und reagiert auf das Einströmen des Gases bei laufendem Motor. Die Membran wird durch diesen Einströmen gegen das Zentrum des Druckminderers bewegt. Diese Bewegung hat zur Folge, dass sich Hebel auf dem das Ventil befestigt ist öffnet und schleißt, wobei er dem Gas ermöglicht, von der einen in die andere Kammer zu gelangen. Wenn es eine verstärkte Abnahme in dem Gas-Luft Mischer gibt, wird dies sofort zur Kammer übertragen und die Membran ermöglicht, mehr Gas durch die Öffnung passieren zu lassen, wobei weiterhin gesaugt wird. Wenn der Sog im Gas-Luft Mischer abnimmt, schafft umgekehrt ein Gegendruck auf die Membran über den beweglichen Hebel einen Ausgleich, der den Durchlass von Gas beschränkt. Mittels einer Regulierschraube, welche sich auf dem Druckminderer befindet kann die entsprechende Gasmenge beim Leerlauf reguliert werden


Multiventil
Das Multiventil ist der Bestandteil des Flüssiggassystems, das am Tank installiert wird und für folgende Aufgaben verantwortet:
  • Befüllung und automatische Absperrung nach Erreichen der 80% Füllkapazität des Tankes
  • Entnahme des flüssigen Gases vom Tank
  • Absperrung des übermäßigen Gasausflusses vom Tank im Falle einer defekten Gasleitung (Rohrbruchventil)
  • visuelle Anzeige gegenwärtiger Tankfüllmenge
  • Vorbeugung der Drucksteigerung über 25 bar

Das Multiventil besteht aus:
  • manuell gesteuertem "EINFÜLLVENTIL"
  • manuell gesteuertem "EINLASSVENTIL"
  • Gasabsperrkolben (sperrt bei 80%er Füllung des Tankes automatisch ab)
  • Absperrventil (sperrt den übermäßigen Gasausfluss)
  • Kupferrohr mit einem Filtersieb
  • Flüssigkeitanzeiger
  • Sicherheitsventil

Multiventile sind so konstruiert, dass sie für die jeweilige Tankgröße passend sind und in verschiedenen Ebenen eingebaut werden können. Während des Tankvorganges, der Flüssiggas in seinem flüssigen Zustand fließt durch offenes "EINFÜLLVENTIL" zum Tank und der Schwimmer wird von der Flüssigkeit nach oben gestoßen. Mittels des Ritzels ist das Getriebe mit dem Dauermagnet gekoppelt, was zur Folge hat, dass der Schwimmer je nach Flüssigkeitsmenge im Tank zu den verschiedenen Stellungen rotiert. Die Bewegung des Magneten wird dem Zeiger durch magnetischen Reiz und durch die Membran übertragen, so dass die Möglichkeit des Gasentweichens absolut gehemmt wird. Hat der Schwimmer die 80% Füllstandsgrenze erreicht, rastet die Kolbenhaltestange in die Aussparung im Gelenk des Schwimmers ein. Dadurch wird der Kolben nach unten gedrückt und verschließt somit die Einfüllöffnung im Multiventil. Dies hat zur Folge, dass der Druck in der Füllstation ansteigt und diese dann abschaltet. Die Feder hebt nach dem Abschalten die Stange aus der Aussparung wieder heraus, damit der Schwimmer wieder ordnungsgemäß arbeiten kann. Die Flüssigkeit, die vom Steigrohr aufsteigt, drückt auf das Ventil, das von einer kalibrierten Feder reguliert wird. Wird die axiale Durchflussmenge überschritten, bleibt durch das Entgegenwirken der Feder das Ventil auf seinem Sitz, so dass der Durchfluss sofort gesperrt wird. Dies geschieht nur, wenn das Kupferrohr gebrochen ist, weil die Feder für einen Schließungsdurchfluss von ungefähr 6 Liter pro Minute kalibriert wurde.